Boas und Nachfolger
Charakterisiere den Ansatz der durch Boas inspirierten, nordamerikanischen Anthropologie der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wodurch zeichnet sich eine relativistische Haltung in der anthropologischen Forschung aus und wie versuchten die NachfolgerInnen dieser Richtung diesen Ansatz weiterzuentwickeln?
Franz Boas wird als der Vater der amerikanischen Kultur- und Sozialanthropologie bezeichnet. Er und seine SchülerInnen beeinflussten maßgebend deren Entwicklung und entwarfen Konzepte und Ansichten, welche bis heute international geschätzt werden und den Verlauf der Geschichte der Kultur- und Sozialanthropologie entscheidend prägten.
Franz Boas wurde 1858 in Minen in Deutschland geboren und entstammt einer deutsch-jüdischen Familie. Er studierte Mathematik, Geographie und Physik in Heidelberg, Kiel und Bonn. 1882 zog er nach Berlin, wo er am Museum für Völkerkunde tätig war, und machte ein Jahr später erste Feldforschungen bei den Inuit in Kanada. 1886 emigrierte er, wegen des aufkommenden Antisemitismus in Deutschland und wegen seiner Faszination zu seinem Zielland, in die Vereinigten Staaten von Amerika. 1999 wurde er Professor an der Universität von Columbia.
Boas stellte Feldforschungen bei den Kwakiutl an der Nord- Westküste Nordamerikas an. Dabei erkannte er entscheidende Fehler in den Theorien Lewis Henry Morgans und des kultur- und sozialanthropologischen Evolutionismus.
In der evolutionistischen Theorie werden die einzelnen Kulturen in vorgegebene Entwicklungsstufen eingeteilt, wobei die eigene Kultur als die Höchste angesehen wird. Wildbeutergesellschaften sind demzufolge eine der niedersten Stufen in der Entwicklungsskala. Nach Meinung der Evolutionisten leben sie ein zähes Leben in „Wildheit“, ohne Luxus und stets im Kampf mit den Umständen.
Die Kwakiutl leben in einer Wildbeutergesellschaft, haben jedoch einen hohen soziale Lebensqualität. Sie wohnen in recht komfortablen Pfahlbauten, haben einen Überfluss an Nahrung, eine Art von Sklaverei und zeichnen sich durch einen hohen Grad an kunsthandwerklichen Können aus.[1]
Damit wendet sich Boas gegen den, im 19. Jahrhundert vorherrschenden Evolutionismus und schafft eine neue Sparte der Kultur und Sozialanthropologie.
Er entwickelt das Konzept des Kulturrelativismus. Dabei gebraucht er das Wort Kultur nicht, wie etwa Edward Burnett Tylor, als Synonym für Zivilisation, sondern im pluralen Sinn. Er besteht auf die Unterschiede und die Vielfalt von Kulturen und sieht Kultur als ein erlerntes menschliches Verhalten.[2]
Nach Boas ist jede Kultur, in erster Linie, aus sich selbst heraus beschreibbar und verständlich. „Bestimmte interkulturelle Verhaltensformen müssen immer im Licht des dazugehörigen Sozial-, Wertesystems und Kulturverständnis gesehen werden. Dementsprechend können kulturelle Phänomene nur in ihrem eigenen Kontext verstanden, beurteilt und betrachtet werden.“[3]
Jede Kultur sollte als funktionales Ganzes betrachtet werden, wobei jeder kleine Aspekt miteinbezogen werden soll.
Jede Kultur hat seine eigene Geschichte und ist daher einzigartig und darf keines Falls evolutionistisch eingestuft werden. Weiters hat jede Kultur die Selben Vorraussetzungen, sie wird jedoch von Kontexten und Umwelt geprägt.[4]
Somit wendet sich Boas gegen die vergleichende Methode und hebt die empirische hervor. Gleichzeitig wurde „aus einer antirassistischen Grundhaltung heraus die Einheit der Menschheit bei grundsätzlicher Gleichwertigkeit all ihrer Kulturen unterstrichen.“[5]
Weiters kritisierte Boas die Armchairethnologen und sprach sich für eine Intensivierung der Feldforschung aus.[6] Er war der Ansicht ein Kultur- und Sozialanthropologe müsse sich längere Zeit innerhalb der, zu erforschenden Kultur aufhalten, soziale Kontakte zu Informanten aufbauen und die lokale Sprache mit all ihren Redewendungen und typischen Eigenschaften, beherrschen. Sprache ist für ihn der Zugang zur Kultur und spiegelt die Mentalität der Gesellschaft wieder.[7]
Der Kulturrelativismus hatte einen erheblichen Einfluss auf die amerikanische Kultur- und Sozialanthropologie seiner Zeit und war die dominante Strömung bis zur Nachkriegszeit.
Boas SchülerInnen führten diesen Ansatz in mehreren Richtungen weiter.
Margaret Mead und Ruth Fulton Benedict waren Vertreterinnen eines harten Kulturrelativismus, welcher von der Annahme ausgeht, „dass jegliche Auffassung von sozialer Realität relativ sei und vom jeweiligen kulturellen Hintergrund der beobachtenden Person abhängt.“[8] Sie waren Teil der „culture and personality school“, welche sich mit dem Zusammenhang von Kultur und der Entwicklung einzelner Persönlichkeiten befassten. Weiters griffen sie erstmals Themen auf, welche die bisherige anthropologische Forschungswelt vernachlässigte, wie zum Beispiel „die weibliche Lebenswelt, Sexualität, Geschlechterbeziehung und Kindheitsprägungen.“[9] Somit ist die Kultur- und Sozialanthropologie eine der ersten wissenschaftlichen Richtungen, welche auch von weiblichen Personen erheblich geprägt wurde.
Heutzutage ist es eher die politische Rechte in den meisten Industriestaaten, welche noch einige Elemente des Konzeptes des harten Kulturrelativismus benützt, um zu argumentieren, denn, da fremde Kulturen sowieso nur von innen her zu verstehen sind, brauche man sich mit diesen nicht auseinanderzusetzen und solle sich lieber von ihnen fernhalten. Paradoxerweise waren Boas, Mead und Benedict jedoch deklarierte Liberale und verabscheuten Kolonialismus und Rassismus.[10]
Der weiche Kulturrelativismus akzeptiert kulturelle Differenzen, ohne diese zu verabsolutieren. Demnach kann Kultur im gewissen Maße und in manchen Aspekten auch von einem außen stehenden Betrachter erfasst werden und ist nicht absolut nur in sich selbst zu verstehen.
Diese Sparte des Kulturrelativismus ist bis heute eine der wichtigsten Elemente der amerikanischen, jedoch auch der europäischen Kultur- und Sozialanthropologie und beeinflusst diese maßgebend.
Boas selbst war kein herausragender Feldforscher. Der Hauptteil seiner Arbeit dreht sich um die Sprache, dabei trägt er jedoch maßgebend an der Weiterentwicklung der empirischen Feldforschung bei.
„Seiner Meinung nach beeinflusst das Denken die Sprache, da eine Kultur nicht durch die Form ihrer Sprache eingegrenzt werden kann. Dennoch sind alle Sprachen umfangreich und komplex genug, um der Vielfalt menschlichen Denkens gerecht zu werden. "Primitive" wie "moderne" Gesellschaften verfügen über dasselbe kognitive Potential.“[11]
Sein Schüler Edward Sapir und dessen Schüler Benjamin Lee Whorf führten diese These weiter und sahen den Zusammenhang zwischen Sprache und Denken in einem anderen Licht. Ihnen zufolge, wird die Sprache vom Denken beeinflusst. Das Denken wird durch die Eigenheiten der Sprache, die der Mensch spricht, strukturiert und bis zu einem gewissen Grad sogar gesteuert. Somit werden Denkweisen einer Kultur von den verschiedenen Sprechweisen gebildet.
Denken und Wahrnehmung sind dadurch, dass sie von Sprache beeinflusst sind, relativ.[12]
Dies ist von heutiger Sicht aus zum Teil zu kritisieren, da zum Beispiel Kleinkinder erwiesenermaßen erkennen bevor sie Sprechen erlernen, also ist schon eine vorsprachliche Form des Denkens zu erwähnen. Weiters wird bei dieser Theorie der sprachliche Aspekt der Kultur überbetont und der Sprache an sich zu viel Bedeutung beigemessen.
Auch wenn bei Franz Boas kritisiert wird, dass er keine neuen Theorien aufgestellt hat, sondern nur alte kritisiert hat und, dass er durch seinen Kulturrelativismus keine sinnvollen Verallgemeinerungen zulässt, ist er, meiner persönlichen Meinung nach, eine der größten und herausragendsten Figuren der Kultur- und Sozialanthropologie. Er war der Begründer dieser wissenschaftlichen Disziplin in Amerika und verbreitete sie durch seine SchülerInnen im ganzen Land. Seine Theorien beeinflussten die Entwicklung der Kultur- und Sozialanthropologie in den Vereinigten Staaten, aber auch in Europa, maßgebend.
Ich persönlich schätze Boas wegen seines antirassistischen Engagements und seines Kampfes gegen Vorurteile und Intoleranz.
Simon Stötter
Wien, 25. Jänner 2006
Quellen:
[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Boas
[2] Silverman, Sydel; 2005; One Discipline, Four Ways: British, German, French, and American Anthropology; Halle; University of Chicago Press; S. 262
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturrelativismus
[4] http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~tkirrste/franz_boas.html
[5] Gingrich, Andre; 1999; Erkundungen; Wien; Böhlan; S. 179
[6] http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~tkirrste/franz_boas.html
[7] http://en.wikipedia.org/wiki/Franz_Boas#Cultural_Anthropology
[8] Gingrich, Andre; 1999; Erkundungen; Wien; Böhlan; S. 182
[9] Gingrich, Andre; 1999; Erkundungen; Wien; Böhlan; S. 180
[10] Gingrich, Andre; 1999; Erkundungen; Wien; Böhlan; S. 180/181
[11] http://santana.uni-muenster.de/Linguistik/user/steiner/semindex/sapir.html
Charakterisiere den Ansatz der durch Boas inspirierten, nordamerikanischen Anthropologie der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wodurch zeichnet sich eine relativistische Haltung in der anthropologischen Forschung aus und wie versuchten die NachfolgerInnen dieser Richtung diesen Ansatz weiterzuentwickeln?
Franz Boas wird als der Vater der amerikanischen Kultur- und Sozialanthropologie bezeichnet. Er und seine SchülerInnen beeinflussten maßgebend deren Entwicklung und entwarfen Konzepte und Ansichten, welche bis heute international geschätzt werden und den Verlauf der Geschichte der Kultur- und Sozialanthropologie entscheidend prägten.
Franz Boas wurde 1858 in Minen in Deutschland geboren und entstammt einer deutsch-jüdischen Familie. Er studierte Mathematik, Geographie und Physik in Heidelberg, Kiel und Bonn. 1882 zog er nach Berlin, wo er am Museum für Völkerkunde tätig war, und machte ein Jahr später erste Feldforschungen bei den Inuit in Kanada. 1886 emigrierte er, wegen des aufkommenden Antisemitismus in Deutschland und wegen seiner Faszination zu seinem Zielland, in die Vereinigten Staaten von Amerika. 1999 wurde er Professor an der Universität von Columbia.
Boas stellte Feldforschungen bei den Kwakiutl an der Nord- Westküste Nordamerikas an. Dabei erkannte er entscheidende Fehler in den Theorien Lewis Henry Morgans und des kultur- und sozialanthropologischen Evolutionismus.
In der evolutionistischen Theorie werden die einzelnen Kulturen in vorgegebene Entwicklungsstufen eingeteilt, wobei die eigene Kultur als die Höchste angesehen wird. Wildbeutergesellschaften sind demzufolge eine der niedersten Stufen in der Entwicklungsskala. Nach Meinung der Evolutionisten leben sie ein zähes Leben in „Wildheit“, ohne Luxus und stets im Kampf mit den Umständen.
Die Kwakiutl leben in einer Wildbeutergesellschaft, haben jedoch einen hohen soziale Lebensqualität. Sie wohnen in recht komfortablen Pfahlbauten, haben einen Überfluss an Nahrung, eine Art von Sklaverei und zeichnen sich durch einen hohen Grad an kunsthandwerklichen Können aus.[1]
Damit wendet sich Boas gegen den, im 19. Jahrhundert vorherrschenden Evolutionismus und schafft eine neue Sparte der Kultur und Sozialanthropologie.
Er entwickelt das Konzept des Kulturrelativismus. Dabei gebraucht er das Wort Kultur nicht, wie etwa Edward Burnett Tylor, als Synonym für Zivilisation, sondern im pluralen Sinn. Er besteht auf die Unterschiede und die Vielfalt von Kulturen und sieht Kultur als ein erlerntes menschliches Verhalten.[2]
Nach Boas ist jede Kultur, in erster Linie, aus sich selbst heraus beschreibbar und verständlich. „Bestimmte interkulturelle Verhaltensformen müssen immer im Licht des dazugehörigen Sozial-, Wertesystems und Kulturverständnis gesehen werden. Dementsprechend können kulturelle Phänomene nur in ihrem eigenen Kontext verstanden, beurteilt und betrachtet werden.“[3]
Jede Kultur sollte als funktionales Ganzes betrachtet werden, wobei jeder kleine Aspekt miteinbezogen werden soll.
Jede Kultur hat seine eigene Geschichte und ist daher einzigartig und darf keines Falls evolutionistisch eingestuft werden. Weiters hat jede Kultur die Selben Vorraussetzungen, sie wird jedoch von Kontexten und Umwelt geprägt.[4]
Somit wendet sich Boas gegen die vergleichende Methode und hebt die empirische hervor. Gleichzeitig wurde „aus einer antirassistischen Grundhaltung heraus die Einheit der Menschheit bei grundsätzlicher Gleichwertigkeit all ihrer Kulturen unterstrichen.“[5]
Weiters kritisierte Boas die Armchairethnologen und sprach sich für eine Intensivierung der Feldforschung aus.[6] Er war der Ansicht ein Kultur- und Sozialanthropologe müsse sich längere Zeit innerhalb der, zu erforschenden Kultur aufhalten, soziale Kontakte zu Informanten aufbauen und die lokale Sprache mit all ihren Redewendungen und typischen Eigenschaften, beherrschen. Sprache ist für ihn der Zugang zur Kultur und spiegelt die Mentalität der Gesellschaft wieder.[7]
Der Kulturrelativismus hatte einen erheblichen Einfluss auf die amerikanische Kultur- und Sozialanthropologie seiner Zeit und war die dominante Strömung bis zur Nachkriegszeit.
Boas SchülerInnen führten diesen Ansatz in mehreren Richtungen weiter.
Margaret Mead und Ruth Fulton Benedict waren Vertreterinnen eines harten Kulturrelativismus, welcher von der Annahme ausgeht, „dass jegliche Auffassung von sozialer Realität relativ sei und vom jeweiligen kulturellen Hintergrund der beobachtenden Person abhängt.“[8] Sie waren Teil der „culture and personality school“, welche sich mit dem Zusammenhang von Kultur und der Entwicklung einzelner Persönlichkeiten befassten. Weiters griffen sie erstmals Themen auf, welche die bisherige anthropologische Forschungswelt vernachlässigte, wie zum Beispiel „die weibliche Lebenswelt, Sexualität, Geschlechterbeziehung und Kindheitsprägungen.“[9] Somit ist die Kultur- und Sozialanthropologie eine der ersten wissenschaftlichen Richtungen, welche auch von weiblichen Personen erheblich geprägt wurde.
Heutzutage ist es eher die politische Rechte in den meisten Industriestaaten, welche noch einige Elemente des Konzeptes des harten Kulturrelativismus benützt, um zu argumentieren, denn, da fremde Kulturen sowieso nur von innen her zu verstehen sind, brauche man sich mit diesen nicht auseinanderzusetzen und solle sich lieber von ihnen fernhalten. Paradoxerweise waren Boas, Mead und Benedict jedoch deklarierte Liberale und verabscheuten Kolonialismus und Rassismus.[10]
Der weiche Kulturrelativismus akzeptiert kulturelle Differenzen, ohne diese zu verabsolutieren. Demnach kann Kultur im gewissen Maße und in manchen Aspekten auch von einem außen stehenden Betrachter erfasst werden und ist nicht absolut nur in sich selbst zu verstehen.
Diese Sparte des Kulturrelativismus ist bis heute eine der wichtigsten Elemente der amerikanischen, jedoch auch der europäischen Kultur- und Sozialanthropologie und beeinflusst diese maßgebend.
Boas selbst war kein herausragender Feldforscher. Der Hauptteil seiner Arbeit dreht sich um die Sprache, dabei trägt er jedoch maßgebend an der Weiterentwicklung der empirischen Feldforschung bei.
„Seiner Meinung nach beeinflusst das Denken die Sprache, da eine Kultur nicht durch die Form ihrer Sprache eingegrenzt werden kann. Dennoch sind alle Sprachen umfangreich und komplex genug, um der Vielfalt menschlichen Denkens gerecht zu werden. "Primitive" wie "moderne" Gesellschaften verfügen über dasselbe kognitive Potential.“[11]
Sein Schüler Edward Sapir und dessen Schüler Benjamin Lee Whorf führten diese These weiter und sahen den Zusammenhang zwischen Sprache und Denken in einem anderen Licht. Ihnen zufolge, wird die Sprache vom Denken beeinflusst. Das Denken wird durch die Eigenheiten der Sprache, die der Mensch spricht, strukturiert und bis zu einem gewissen Grad sogar gesteuert. Somit werden Denkweisen einer Kultur von den verschiedenen Sprechweisen gebildet.
Denken und Wahrnehmung sind dadurch, dass sie von Sprache beeinflusst sind, relativ.[12]
Dies ist von heutiger Sicht aus zum Teil zu kritisieren, da zum Beispiel Kleinkinder erwiesenermaßen erkennen bevor sie Sprechen erlernen, also ist schon eine vorsprachliche Form des Denkens zu erwähnen. Weiters wird bei dieser Theorie der sprachliche Aspekt der Kultur überbetont und der Sprache an sich zu viel Bedeutung beigemessen.
Auch wenn bei Franz Boas kritisiert wird, dass er keine neuen Theorien aufgestellt hat, sondern nur alte kritisiert hat und, dass er durch seinen Kulturrelativismus keine sinnvollen Verallgemeinerungen zulässt, ist er, meiner persönlichen Meinung nach, eine der größten und herausragendsten Figuren der Kultur- und Sozialanthropologie. Er war der Begründer dieser wissenschaftlichen Disziplin in Amerika und verbreitete sie durch seine SchülerInnen im ganzen Land. Seine Theorien beeinflussten die Entwicklung der Kultur- und Sozialanthropologie in den Vereinigten Staaten, aber auch in Europa, maßgebend.
Ich persönlich schätze Boas wegen seines antirassistischen Engagements und seines Kampfes gegen Vorurteile und Intoleranz.
Simon Stötter
Wien, 25. Jänner 2006
Quellen:
[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Boas
[2] Silverman, Sydel; 2005; One Discipline, Four Ways: British, German, French, and American Anthropology; Halle; University of Chicago Press; S. 262
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturrelativismus
[4] http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~tkirrste/franz_boas.html
[5] Gingrich, Andre; 1999; Erkundungen; Wien; Böhlan; S. 179
[6] http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~tkirrste/franz_boas.html
[7] http://en.wikipedia.org/wiki/Franz_Boas#Cultural_Anthropology
[8] Gingrich, Andre; 1999; Erkundungen; Wien; Böhlan; S. 182
[9] Gingrich, Andre; 1999; Erkundungen; Wien; Böhlan; S. 180
[10] Gingrich, Andre; 1999; Erkundungen; Wien; Böhlan; S. 180/181
[11] http://santana.uni-muenster.de/Linguistik/user/steiner/semindex/sapir.html
